Im Zwielicht
USA 1998, Laufzeit: 94 Min.
Regie: Robert Benton
Darsteller: Paul Newman, Susan Sarandon, Gene Hackman, Reese Witherspoon, Stockard Channing, James Garner
Eine Gelassenheit des Alters kann daher kommen, daß man nichts mehr beweisen muß, oder auch, daß man schlicht akzeptiert hat, daß manche Dinge nicht zu ändern sind. Selten nur hat eine solche Gelassenheit so deutlich einen Film geprägt wie bei Robert Bentons "Im Zwielicht". Kein Wunder: Der Regisseur ("Kramer gegen Kramer") hat das offizielle Rentenalter bereits erreicht, die männlichen Hauptakteure (Paul Newman, Gene Hackman und James Garner) sind um die 70, und die Schauspielerinnen der weiblichen Hauptrollen (Susan Sarandon und Stockard Channing) sind - ziemlich ungewöhnlich für das jugendbesessene Hollywood - immerhin bereits über 50 Jahre alt. Der Plot birgt eine Ansammlung geradezu klassischer film noir-Elemente: Ein etwas heruntergekommener Privatdetektiv (Newman) in Los Angeles, wird durch ein befreundetes Ehepaar (Hackman, Sarandon) in eine Geschichte von Erpressung und Mord verstrickt, die bald dunkle Flecken in der Vergangenheit des Paares an den Tag bringt. Aber ganz so wichtig scheint Robert Benton, der mit Paul Newman schon in der charmanten Kleinstadtkomödie "Nobody's Fool" zusammenarbeitete, die Story gar nicht zu sein. Sie dient in erster Linie als Vehikel für tolles Schauspielerkino.Vor allem sind es Zweierkonstellationen, die Benton, der seine Karriere als Autor begann und auch für "Im Zwielicht" das Drehbuch schrieb, in konzentrierten Szenen zusammenführt. Etwa Paul Newman mit Gene Hackman als todkranker ehemaliger Schauspieler; mit Susan Sarandon, die Hackmans Frau spielt, in die Newman schon lange verliebt ist; oder Newman mit James Garner, der sich im Finale so gar nicht "Rockford"-like verhält. - Immer wieder entstehen magische Momente. Und letztlich spannender als die crime-story zieht sich das Thema des Umgangs mit dem Altern - mal mehr, mal weniger kokett - durch den ganzen Film.
(Christian Seebaum)
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