Es gibt 267 Beiträge von Matt513
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29.03.2010
Tja, was soll man zu diesem Film sagen? War nach den Oscars gespannt drauf.
Auf der einen Seite ist da ein wirklich schwaches Drehbuch. Der Film handelt von dem abgehalfterten (komisch, das stand bis jetzt in jeder Rezension) Country-Sänger Otis "Bad" Blake, 57, ein ziemliches Alkoholproblem und vier gescheiterte Ehen am Bein, dessen beste Zeiten schon sehr lange zurückliegen und dessen Leben sich irgendwo zwischen schmierigen Hotelzimmern, Auftritten vor 20 Zuschauern sowie den langen Autotransfers dazwischen abspielt.
Daraus an sich kann man einen wirklich bewegenden Film bauen. Bloß bleibt Crazy Heart in der ganzen Darstellung der Lebensmisere des alternden Musikers oberflächlich und damit unglaubwürdig. Blake hat Probleme und keine Perspektive; er muß mit ansehen, daß einer seiner ehemaligen Begleitmusiker Erfolge feiert, während sein Stern untergegangen ist. Außerdem braucht er dringend Geld. Dafür kommt seine Figur in dem Film aber viel zu gut durch. Alles läuft recht easy und die Probleme lösen sich irgendwie von selbst auf. Emotional hat mich dieser Film kaum angesprochen. Aber vielleicht bestand hier für den Regisseur auch die Gefahr, einen Film zu machen, der zu große Ähnlichkeiten zu The Wrestler gehabt hätte.
Auf der anderen Seite steht da mit Jeff Bridges ein absoluter Glücksfall vor der Kamera, bei dem die Grenzen zwischen Schauspiel und Er-selbst-sein kaum erkennbar sind, der den Film komplett alleine trägt und eine optimale Wahl darstellt. Ähnlich wie Rourke in The Wrestler war die männliche Hauptrolle den Gang ins Kino wert.
In weiteren Rollen konnten Maggie Gyllenhaal, Colin Farrell und ein sehr alter Robert Duvall gefallen, der den Film auch mitproduziert hat.
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29.03.2010
Da habe ich als eingefleischter Tim Burton-Fan mehr erwartet. Schnarchige, wenig inspiriert gemachte Story; wenig Burton-typisches, kaum Düsternis, kaum Überraschendes. Und Johnny Depp hat mit Make-up zugekleistert sowie Kontaktlinsen auch schon stärker gespielt.
Die 3D-Show stiftet dem Kinobesucher keinerlei Mehrwert. So gesehen, hätte man den gut und gerne auch in 2D lassen können.
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29.03.2010
Das größte Problem dieses Films ist das verfehlte Marketing. Bei Ansicht des Trailers hat man den Eindruck, daß dies der ultimative Klamaukfilm ist. Aber wie anderswo schon bemerkt, der Trailer nimmt beinahe alle komischen Szenen vorweg und wer mit dieser Erwartung dann ins Kino geht (= alle übrigen Kinobesucher um uns herum; bei jeder Szene wurde angestrengt gekichert), wird wahrscheinlich enttäuscht. Der Titel verwirrt insofern, als das mit den Ziegen nur eine kurze Episode darstellt. Aber wahrscheinlich fiel es dem Marketing schwer, einen Fixpunkt in diesem sonderbaren Film auszumachen, der für einen griffigeren Slogan getaugt hätte.
MDAZS ist eher ein skurriler, grotesker Film mit teilweise surrealen Elementen und mit Clooney, McGregor, Bridges und Spacey zudem hochkarätig besetzt.
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11.10.2009
Gekonnter Low-Budget-Sci-Fi von der erfrischend anderen Art. Ausnahmsweise landen die Aliens mal nicht in 'God's own country' (begleitet vom bedeutungsschweren Genöhle der üblichen Hollywood-Verdächtigen), sondern suchen sich ausgerechnet das Johannesburg der 80er Jahre mit all seinen Rassenproblemen aus. Und dann entsteigen dem schwebenden Schrotthaufen keine superweisen Lichtgestalten, sondern unterernährte Hilfsbedürftige, mit denen aber keiner was anzufangen weiß, weshalb sie so willkommen sind wie Scheiße am Schuh und daher weggesperrt gehören, klar. Ungleich interessanter dagegen ist die mitgebrachte Technologie bzw. deren ausschließlich militärische Verwertung. Der Film erzählt also ein Gleichnis nicht nur auf die Apartheid, sondern auf die menschliche Ignoranz allgemein.
Und auch wenn dieses starke Muster im zweiten Teil zugunsten der (sehr gut inszenierten) Splatter action verwischt wird, ich verzeihe es Neill Blomkamp, der mit seinem erst 4. Film überhaupt sein großes Talent unter Beweis stellt.
Eine cineastische Tour de force, fesselnd und atemberaubend von der ersten bis zur letzten Szene.
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11.10.2009
Ich stehe ja dem Genre an sich sowie diesem Film äußerst wohlwollend gegenüber, vor wie nach der heutigen Ansicht. Es scheint eine Bürde zu sein, daß Henry Selick ihn 'gemacht' hat. Man ist geneigt, sich an Nightmare before Christmas zu erinnern und wird so dann enttäuscht. Denn Coraline ist wunderbar in Szene gesetzt und unbedingt sehenswert, aber entwickelt eben nie das Moment von NbC, ist streckenweise zu langatmig und dabei um die eine oder andere Gesangsnummer zu lang geraten. Sorry, ich habe mehr erwartet.
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25.09.2009
'Schließe mich meinem Vorredner an - nach ca. 15(?) Minuten hatte der Film auch mich soweit.
Danach wird es ein Animationsfilm eindeutig der sehenswerten Art. Einerseits, weil die 3D-Effekte sich schonend in den Plot einfügen anstelle ihn zu dominieren. Andererseits, weil man nicht der Versuchung erlegen ist, ausgelatschte Klischees zum Xten Mal zu bedienen. Carl z.B. ist viel weniger grantig und unsympathisch geraten, als das in einem (schlechteren) Vertreter des Genres möglich gewesen wäre.
Ein Kritikpunkt mag sein, daß die Handlungsstränge für einen Pixar-Film dieser Güte ein wenig zu lieblos verwoben sind und der Film zu abrupt zu einem dann eher unbefriedigenden Ende kommt. Some 10 minutes of additional running-time may have done the trick :)... Auch das mit den sprechenden Hunden ist mir ein wenig zu einfach gewesen.
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25.05.2008
Tja, da werden die Fans der Serie auf eine sehr harte Prüfung gestellt. 19 Jahre gewartet und dann bekommt man so ein dürftiges Sequel vorgesetzt. Indy 4 kommt nicht im Ansatz an die ersten 3 Teile heran und das auf ganzer Linie: Die Action ist langweilig und bieder, das Casting unglücklich (Cate Blanchett als Bösewicht geht gar nicht; völlig unglaubwürdig, deshalb funktioniert das für den Film wichtige Gut-Böse-Schema nicht) die Dramaturgie so aufregend wie die norddeutsche Tiefebene. Der Film hat keinen Rhythmus bzw. -frei nach Kubrick- keine "unversenkbaren Fixpunkte", auf die die Handlung zubrandet bzw. wieder wegläuft. Irgendwann habe ich mich gefragt, wann der Film denn endlich richtig losgeht und dabei im Dunkeln auf die Uhr geblickt - und festgestellt, daß er schon zu 85% herum ist.
Er plätschert einfach so vor sich hin. Er ist auch nicht lustig. Es gab in der Vorstellung keine Lachsalven im Publikum, erschrecktes Zusammenfahren sowieso nicht. Dieser Film ist rundherum mißlungen; mit dem, wofür die Marke Indiana Jones steht, hat er nur den Titel gemeinsam.
Ich bin zwar kein Fan des Genres, aber überzeugt, daß auch im Jahre 2008 noch gutes Popcornkino möglich ist - aber so sieht es jedenfalls nicht aus.
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