Es gibt 194 Beiträge von observer
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23.12.2010
...man freut sich immer wieder über Entdeckungen (ich verdanke kollerteral meine diesjährigen Besuche von MARY & MAX und MOON). Und EIN MANN VON WELT ist definitiv eine der Entdeckungen des Jahres. Das (Komödien-)Kino schmeißt sich hier endlich mal wieder ans echte Leben ran, das eben NICHT wie eine der zahllosen lauwarmen 08/15-Komödien oder Vorabendserien verläuft. Und ja, ein Film lebt eben auch von den Darstellern, die hier wirklich erste Sahne sind und den Kinosaal zum Beben bringen.
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17.12.2010
Ein wunderbarer Independent-Film über einen Gangster, der nach New York flieht, alleine die Dämonen der Vergangenheit bekämpfen muss und am Ende in einer nervenaufreibenden Flucht zu entkommen sucht. Jede Minute überzeugend, ein schwarzweißer Thriller, der es in sich hat - auch dank seiner Darsteller.
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17.12.2010
Mir fiel während des Kinobesuches der Satz von Godard ein: "Im Theater spielt man. Im Kino hat man bereits ausgespielt. Man hat gewonnen, man hat verloren, das Spiel ist aus." THE TOURIST ist einer jener Filme, die genau diesen Satz beherzigen. Es geht nicht um die Story oder um spektakuläre Effekte. Donnersmarck folgt einfach zwei Schauspielern, die in Paris und Venedig ihr (Schau-)Spiel spielen. Früher hätte man das Ganze einfach ein Star-Vehikel genannt, einen Film mit zwei Superstars, mit guter Musik, ein paar frechen Dialogen, nicht überinszeniert, Verfolgungsjagden, durchlöcherten Hoteltüren, etwas erotischer Spannung, dummen Millionären, die anderen Geld abjagen... Kurzum: reines Kino (und damit definitiv nichts für Superlativ-Verehrer, Animationsjunkies oder TATORT-Gucker).
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16.12.2010
Blake Edwards ist tot. Er war ein wirklich großer Regisseur. Ich erinnere mich an die zigfach gesehenen Clouseau-Filme, Henry Mancini, DER PARTYSCHRECK undundund... Er machte visuelle Comedy, auch seine anderen Filme sind durchweg sehenswert. Und sein Auftritt bei der Oscar-Verleihung, als er mit dem Rollstuhl praktisch das Bühnenbild in Schutt und Asche legte, war eine Sternmoment dieser ansonsten piefigen Veranstaltung. Schluck, in diesem Jahr sind wirklich einige große Leute gestorben (Chabrol, Curtis, Rohmer...). Alles Gute, Mr. Edwards, ich weiß nicht, ob ich ohne Sie so ein Fan des Kinos geworden wäre.
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14.12.2010
Eine wunderbare Komödie mit Kult-Charakteren, wie man sie dieses Jahr bislang im Kino vergeblich gesucht hat. Stellan Skarsgard als aus dem Knast kommender Gangster ist umgeben von einem einmalig komischen Ensemble. Der teilweise bittere Humor steckt locker alle Milieufilme in die Tasche.
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08.10.2010
Ich fand den Film absolut überzeugend. Ganz streift endlich seinen "Untergang"-Hitler ab (obwohl er ihn in Interviews immer wieder vehement verteidigt) und spielt im wirklichen Haus Terzanis den weitgereisten Vater, der seinem Sohn ein paar letzte Ratschläge mitgibt und auf den Tod wartet. Der Film strahlt eine wunderbare Ruhe und Sanftmut aus. Absolut sehenswert auch wegen Elio Germano, der den Sohn Folco spielt, und Erika Pluhar, die viel zu selten die Kinoleinwände beehrt.
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23.09.2010
Ein in mehrfacher Hinsicht misslungener Film. Besonders sauer stößt die Konzeption auf. Der Film nennt sich, zwar mit einem angehängten Untertitel, genauso wie das umstrittene Werk aus der Nazi-Zeit. Warum? "Clevere" Marketingstrategie? Unclevere Ideenlosigkeit? Ich empfinde allein diesen Titelklau als geschmacklos, er verharmlost den Propagandastreifen und die daraus resultierenden Folgen. Insgesamt ist Roehler nämlich keine bissige Abrechnung oder Spiegelung gelungen, sondern nur ein fragwürdiger Zwitter, der weder erhellt noch erklärt - und ausgerechnet aus der Sicht des Hauptdarstellers erzählt, eines unbedarften Schauspielers. Auch sucht Roehler nicht nach einem Außenseiter, aus dessen Sicht die Entstehung dieses Machwerks und die Zeitläufe spannend sein könnten. Ihm reicht eine verwaschen aufgenommene Selbstbespiegelung, die Filmemachen meint, aber Plattheit zeigt. Einer Maschinerie wie der Ufa zur Kriegszeit kommt man nicht mit nachgebauten Kulissen, auf Ähnlichkeit getrimmten Schauspielern und etwas Provokation bei. Um einiges ärgerlicher und argloser als Eichingers UNTERGANG. Und das will was heißen.
Nachtrag: In der SZ meint Roehler im Interview tatsächlich: "Heute gibt es in Deutschland keinen Produzenten, der annähernd so detailliert Einfluss auf die dramaturgische Gestaltung eines Films nimmt, wie damals Goebbels." Dieser strunzdumme Satz, der Goebbels' eigentliche Rolle völlig verkennt und eine der kräftigsten Produzenten-Beleidigungen der letzten Jahrzehnte darstellt, reicht völlig, um diesem naiven Quatsch mit Soße gerecht zu werden.
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27.05.2010
Wat'n PR-Text. Gleichzeitig eine unfreiwillig komische Beschreibung darüber, wie einige Hollywoodchefs ihr "PRODUKT" einschätzen.
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13.05.2010
Absolut überflüssig. Ein in jeder Hinsicht durchschnittlicher Film, der die uralte, bereits x-mal erzählte Geschichte mit Russell Crowe in der Hauptrolle bebildert (dem zwar nicht die Haare ausgehen wie in den 90ern Kevin Costner, der aber so ächzend, schwer und leidend daher kommt, das man sich nach dem lockeren Errol Flynn zurücksehnt). Grand Brie, der nur denjenigen zu empfehlen ist, die schon laaaange nicht mehr im Kino waren und von der Vielfalt des cineastischen Angebots nicht den leisesten Schimmer haben. Eine weitere Enttäuschung von Ridley Scott, der aus Angst vor dem Videoclip-Nachwuchs endgültig alle Fertigkeiten seiner "Alien"- und "Blade Runner"-Zeiten ins Plumpsklo Nottingham Castles hat fallen lassen.
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13.05.2010
Sehenswertes Independentkino über das Leben auf der Flucht und die eigene Verantwortung. Der Film atmet genug Spannung und Emotion, so dass man sich wirklich unter der Sonne Mexikos wähnt - bei den Banden, Gestrandeten und Flüchtlingen, die hin und her gerissen sind zwischen der Brutalität der Pappdörfer und dem Glanz, der hinter der Grenze zu den USA lauert. Überzeugende Darsteller, die wissen, dass es sich hier nicht um irgendeinen Blockbuster-Mist handelt, sondern um ein eigenwilliges, mitunter raues Drama, das Bestand haben wird.
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